Der Gott, der Eisen wachsen ließ – Das Vaterlandslied

Das Vaterlandslied bzw. Der Gott, der Eisen wachsen ließ ist ein Gedicht von Ernst Moritz Arndt aus dem Jahr 1812, welches etwas später vertont wurde. Hintergrund war die von Napoleon erzwungene Beteiligung deutscher Heere und Landsknechte an seinem Russlandfeldzug 1812 und die Besetzung deutschen Landes durch den selbsternannten „Kaiser der Franzosen“. Das Vaterlandslied wurde während der Befreiungskriege von den Freikorps und später von den Burschenschaften verbreitet.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in manchen Liederbüchern die Strophe „Mit Henkerblut, Franzosenblut“ in „Mit Henker- und mit Knechteblut“ geändert, um den deutschen Freiheitskampf gegen jedweden Feind, nicht nur den französischen Erzfeind zu symbolisieren.

In neuerer Zeit wurde das Lied u. a. von Heino, Leger des Heils, Ultima Thule und dem 2009 verstorbenen Liedermacher Michael Müller neu veröffentlicht. Darüber hinaus diente das Gedicht als Grundlage für das 2011 auf dem Album Sturmzeichen erschienene Lied Der Eisen wachsen ließ von MaKss Damage.

Arndt,_Wochenspruch,_16._August_2009

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Text

Der Gott, der Eisen wachsen ließ,
Der wollte keine Knechte,
Drum gab er Säbel, Schwert und Spieß
Dem Mann in seine Rechte,
Drum gab er ihm den kühnen Mut,
Den Zorn der freien Rede,
Daß er bestände bis aufs Blut,
Bis in den Tod die Fehde.

So wollen wir, was Gott gewollt,
Mit rechter Treue halten
Und nimmer im Tyrannensold
Die Menschenschädel spalten;
Doch wer für Tand und Schande ficht,
Den hauen wir zu Scherben,
Der soll im deutschen Lande nicht
Mit deutschen Männern erben.

O Deutschland, heilges Vaterland!
O deutsche Lieb und Treue!
Du hohes Land! du schönes Land!
Dir schwören wir aufs Neue:
Dem Buben und dem Knecht die Acht!
Der füttre Krähn und Raben!
So ziehn wir aus zur Hermannsschlacht
Und wollen Rache haben

Lasst brausen, was nur brausen kann,
In hellen lichten Flammen!
Ihr Deutschen alle, Mann für Mann,
Fürs Vaterland zusammen!
Und hebt die Herzen himmelan!
Und himmelan die Hände!
Und rufet alle Mann für Mann:
Die Knechtschaft hat ein Ende!

Lasst klingen, was nur klingen kann,
Die Trommeln und die Flöten!
Wir wollen heute Mann für Mann
Mit Blut das Eisen röten,
Mit Henker- und mit Knechteblut
O süßer Tag der Rache!
Das klinget allen Deutschen gut,
Das ist die große Sache.

Lasst wehen, was nur wehen kann,
Standarten wehn und Fahnen!
Wir wollen heut uns Mann für Mann
Zum Heldentode mahnen:
Auf! Fliege, stolzes Siegspanier
Voran den kühnen Reihen!
Wir siegen oder sterben hier
Den süßen Tod der Freien.

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Heino – Der Gott, der Eisen wachsen ließ

Soldatenchor

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Quelle: Metapedia

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