Johann Heinrich „Henk“ Feldmeijer – Führer der Niederländischen SS, kam während eines alliierten Bombenangriffs ums Leben

Johann Heinrich „Henk“ Feldmeyer (ndl: Johannes Hendrik Feldmeijer) (Lebensrune.png 30. November 1910 in Assen; Todesrune.png 22. Februar 1945 in Rahlte) war ein niederländischer nationalsozialistischer Politiker und Führer der im September 1940 von Reichsführer-SS Heinrich Himmler und Hans Albin Rauter gegründeten niederländischen SS. Seine Vorfahren waren im westfälischen Lengerich ansässig. Sein Großvater und Vater dienten beide im niederländischen Heer.

Datei:Johannes Hendrik Feldmeijer (1910-1945).jpg
Johann Heinrich Feldmeijer
(1910–1945)

……….

Die ersten Jahre in der Partei

Am 12. September 1932 wurde Feldmeijer Mitglied der NSB, seine Nummer war 479. Er war dann noch im niederländischen Heer tätig, seiner Dienstpflicht wegen, die zur Zeit alle niederländischen Jungmänner zu erfüllen hatten. Als er 1933 wieder mit seinem Studium an der Groninger Universität angefangen hatte, wurde er aktiv als Redner, er sprach zu Parteimitgliedern in den nordöstlichen Niederlanden, in Löwarden, Assen und Stadtkanal.

In Groningen gründete er einen der NSB unterstellten nationalsozialistischen Studentenverein. Anton Mussert, der bereits am 3. Dezember 1932 Groningen besucht hatte, redete am 31. Mai 1933 erneut in dieser Stadt. Feldmeijer begeisterte seine jungen Studenten mit ihm Flugblätter zu verteilen (ndl: kolportieren, dieses Wort wird bis heute nur verwendet in Bezug auf Nationalsozialisten, die ihre Materialien verteilen). Mit ihnen besuchte er im Mai 1934 einen Kongress der NSDAP und italienischer Faschisten in Leipzig, auf dem sie u.a. einen Redebeitrag des HJ-Führers Baldur von Schirach mitbekamen. Zudem wurden sie mit den Jugendlagern des Reichsarbeitsdienstes bekanntgemacht.

Am 2. Juni 1934 redete Feldmeijer zum ersten Mal außerhalb seiner vertrauten Groninger Kreise. In Bilthofen (bei Utrecht) fand ein Jugendlandtag anlässlich der Gründung der Nationalsozialistischen Studentenföderation statt. Vor ihm redeten Mussert und Van Geelkerken, zweiter Mann der NSB. Seine Begeisterung war mehreren Kameraden aufgefallen. So äußerte der hochrangige ParteifunktionärJan Woudenberg, Vorsitzender der nationalsozialistischen Gewerkschaft, sich hinsichtlich seiner Person später: „Nationalsozialismus war für ihn eine Art Religion“.

Im Jahre 1935 zeigte sich immer deutlicher, dass die Partei Musserts sich entweder für Mussolinis italienischen Faschismus oder für den rein deutschen Nationalsozialismus Adolf Hitlers entscheiden musste. Im Mai gab es erneut einen Jugendlandtag in Bilthofen. Feldmeijer redete diesmal anstelle des seit Dezember 1934 im NSB-Agraramt (ndl: Landbouwbureau) als Chef tätigen Hermann Vonholz. Der war wegen einer Deutschlandreise verhindert und schickte Feldmeijer zur Vorbereitung seines Redebeitrages die Schrift „Im Kampfe um die Seele des deutschen Bauern“ des SS-Ideologen Richard Walther Darrés zu. Der deutschgesinnte und antijudaistische Vonholz beeinflusste somit den jungen Feldmeijer.

Dieser hatte sich mittlerweile entschlossen, sein Studium nicht weiterzuführen, wahrscheinlich weil sich in diesem Jahr die niederländische Regierung für ein Berufsverbot für NSB-Mitglieder entschieden hatte, woraus folgte, dass sie aus ihrer Arbeit bei jedweden Vollzugsorganen entlassen wurden. Zudem mussten sich die NSB-Mitglieder im niederländischen Heer vor einem Sonderausschuss verantworten. Weigerten sie sich, aus der Nationalsozialistischen Bewegung auszutreten, wurden sie auch hier entlassen. Feldmeijer weigerte sich.

Im Sommer 1935 besuchte er mit einem Kameraden das Dritte Reich, er war von einem Gauleiter der HJ genötigt worden, und besuchte Hannover, Elberfeld, Köln, das Rheinland, die Saar, und Mannheim. Er bezeichnete seine Reise später als äußerst interessant. Inzwischen versuchte Vonholz den jungen Feldmeijer in sein neues Agraramt in Amsterdam mit einzubeziehen, damit er eine Beschäftigung hätte, und zudem den völkisch-sozialistischen Flügel der Partei verstärken möchte. Er beauftragte Feldmeijer mit dem Schreiben eines Manifestes für die Jugend im Sinne des von Kurt Massmann verfassten Buches „Wir Jugend, ein Bekenntnisbuch der deutschen Nachkriegsgeneration“.

„Für uns ist das Volk der lebendige, organische Körper aller vorherigen, aller heutigen und aller herankommenden Generationen, mit allen ihren Kämpfen, Entwicklungen, Kultur, Not und Befreiung. Mit ihnen sind wir verbunden zu einem Ziel, diesem Schicksal auf diesem Boden, den sie mit Gut und Blut verteidigten.“

– Feldmeijer, „Manifest für die Jugend“, 1935 –

.

Ein Bild aus dem Jahr 1941

……….

Das Schicksalsjahr 1937

Mit seinem Manifest für die Jugend wurde Feldmeijer ein bekanntes Parteimitglied, er arbeitete zuerst im von Franz Farwerck geleiteten Kreis Propaganda, zunächst im Kreis Schulung, der dem Pfarrer Gerrit von Duyl aus Hilversum unterstellt worden war. Er wurde zudem als Redner dritter Klasse in die Liste der Parteiredner eingetragen, durfte somit zu einer Versammlung von 250 bis 500 Mitgliedern reden.

Während der Sommermonate des Jahres 1937 wurde Feldmeijer Mitbegründer der NSB-Stiftung Der Vorfahren Erbe (ndl: Der Vaderen Erfdeel). Diese Stiftung diente der Untersuchung der germanischen Geschichte der Niederlande. In ihrer Zeitung „Der völkische Wacht“ (ndl: De Volksche Wacht) befassten sich nicht namentlich gekennzeichnete Autoren mit Themen aus Flandern, den Niederlanden und dem Deutschem Reiche, sowie Rassenunterricht auf Hauptschulen und Bereinigung der Namen. Vorstandsmitglieder waren Franz Farwerck, NSB-Bauernführer Evert Roskam, Hermann Vonholz und der Kreisleiter Hermann Reydon aus Amsterdam. Von Duyl, der auch als Pfarrer in Hilversum tätig, und Gegner der NSB-Mitgliedschaft so mancher Juden war, wurde ebenfalls in das Projekt miteinbezogen.

Während des alljährlichen Sommertreffens, des sogenannten Landtages, der Partei, im August, auf dem Golderner Berge bei Luntern, kritisierte Feldmeijer zum ersten Mal öffentlich einen Juden. Samuel von den Bergh, Direktor des Unilever-Konzerns, den er Salomon von den Bergh nannte. Den Margarinenkönig hielt er dafür verantwortlich, dass die niederländischen Bauern ihre in alter Weise hergestellte Butter nicht verkaufen konnten.

Auch in Kleve (Niederrhein) ist der Name Von den Bergh bekannt

……….

Die Mussertgarde

Obwohl seit 1932 Mitglied der NSB, konnte er erst im Nachjahr 1939 mit seinem Kameraden Wim Heubel, Bruder der Florentine Rost van Tonningen, innerhalb dieser Partei die Mussertgarde errichten, als Sonderkompanie der niederländischen WA (Wehrabteilung). Diese Garde war nach dem Parteiführer Anton Adriaan Mussert benannt, und ähnlich wie die damalige deutsche Waffen-SS aufgestellt worden.

Zweiter Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg diente er zwei Mal an der Front, im Balkanfeldzug April und Mai 1941 in Jugoslawien und Griechenland als SS-Unterscharführer und MG-Schütze in der verstärkten Leibstandarte-SS „Adolf Hitler“ und an der Ostfront vom 10. Juni 1942 bis zum 1. März 1943 als SS-Untersturmführer in der SS-FlaK-Abteilung 5 der SS-Division „Wiking“ im Süden Russlands. Von September 1943 bis September 1944 war er Führer des Sonderkommandos „Feldmeijer“ und zuständig für die Bandenbekämpfung gegen mörderische Freischärler im niederländischen Hinterland. Danach war er im SS-Hauptamt tätig, und im Februar 1945 wurde er zur 34. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „Landstorm Nederland“ (niederländische Nr. 2) abkommandiert.

……….

Tod

„Henk“ Feldmeijer starb auf dem Weg zu seiner Division an der Front. Ein alliierter Terrorflieger hatte sein Fahrzeug in der Nähe des Dorfes Rahlte in Salland unter Beschuss genommen. SS-Hauptsturmführer Feldmeijer wurde dann zuerst im Schlosspark des Schlosses Das Loh in Appeldorn beigesetzt, später jedoch auf den Friedhof Esserfeld in Groningen umgebettet. Dort wurde er im Grab seiner Cousine beigesetzt. Die Inschrift auf seinem Grabstein lautet:

HENK FELDMEIJER
* 30 Nov. 1910
† 22 Febr. 1945
In liebevoller Erinnerung

……….

Das Grab von Johann Heinrich Feldmeijer

Der Friedhof Esserfeld in Groningen

.

Der Abschnitt mit dem Grabe Feldmeijers

.

Das Grab von Feldmeijer

.

Der Grabstein

……….

Zitat

„Für uns ist das Volk der lebendige, organische Körper aller vorherigen, aller heutigen und aller herankommenden Generationen, mit allen ihren Kämpfen, Entwicklungen, Kultur, Not und Befreiung. Mit ihnen sind wir verbunden zu einem Ziel, diesem Schicksal auf diesem Boden, den sie mit Gut und Blut verteidigten.“

– In: „Manifest für die Jugend“, 1935 –

……….

Auszeichnungen (Auszug)

  • Eisernes Kreuz (1939), II. Klasse
  • Allgemeines Sturmabzeichen
  • Verwundetenabzeichen (1939) in Schwarz
  • Ehrendegen des Reichsführers-SS

Beförderungen

Ende 1940 soll Voorman Feldmeijer SS-Obergruppenführer der Niederländischen-SS geworden sein, was sich jedoch nicht zweifelsfrei belegen lässt, im März 1943 wurde Feldmeijer zum Standartenführerder der Allgemeinen SS und im März 1944, nach der Absolvierung eines Offizierslehrganges, zum Hauptsturmführer der Waffen-SS. Seine SS-Nummer war: 440 001.

.
Quelle: Metapedia

2 thoughts on “Johann Heinrich „Henk“ Feldmeijer – Führer der Niederländischen SS, kam während eines alliierten Bombenangriffs ums Leben

Kommentare sind geschlossen.