Ostoberschlesien fällt am 17. Juni 1922 durch das Versailler Diktat an den Raubstaat Polen

Flucht.jpg Oberschlesien befindet sich seit 1945 unter polnischer Fremdherrschaft. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde entweder ermordet oder vertrieben.

Oberschlesien ist der Ostteil des Landes Schlesien in Ostdeutschland. Nach dem sogenannten „Versailler Vertrag“ (in damaligen Deutschland allgemein als Versailler Diktat bezeichnet) ging der Ostteil von Oberschlesien an Polen. Diese Aufteilung Oberschlesiens fand auf Betreiben Frankreichs und Polens statt, obwohl 60 % in der Abstimmung gegen den Anschluss Oberschlesiens an Polen gestimmt hatten. Die Teilung Oberschlesiens stand aber schon vor der Volksabstimmung fest. Die Reichsregierung protestierte hiergegen bei den Alliierten, doch diese qualifizierten den deutschen Protest als „nichtig“ ab.

„Unsere Rechtsverwahrung wird dadurch nicht beseitigt, daß sie zurückgewiesen wird; sie bleibt vor der Geschichte aller Zeiten bestehen.“ 

– Joseph Wirth, Der Reichskanzler vor dem Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Reichstages am 7. November 1921 –

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Volksabstimmung und Teilung 1922

Nach dem Ersten Weltkrieg sollten nach dem Versailler Diktat Teile des Grenzverlaufs zwischen Polen und Deutschland über Volksabstimmungen geregelt werden. Die interalliierte Kommission, der die Leitung der Volksabstimmung oblag, hatte laut Vertrag die Aufgabe, die gemeindeweisen Ergebnisse dem alliierten Obersten Rat mitzuteilen und einen Vorschlag über die Linie einzureichen,

„die in Oberschlesien unter Berücksichtigung sowohl der Willenskundgebung der Einwohner als auch der geographischen und wirtschaftlichen Lage der Ortschaften als Grenze Deutschlands angenommen werden soll“.

Die letzte Entscheidung über den festzusetzenden Grenzverlauf sollte dem Obersten Rat vorbehalten bleiben. Zwischen Kriegsende und Abstimmung kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen polnischen Einwohnern, die den Anschluss an Polen forderten, und deutschen Polizeieinheiten sowie Freikorps während der Aufstände in Oberschlesien. Am Abstimmungstag, dem 20. März 1921, stimmten – bei einer Wahlbeteiligung von 97,5 Prozent, die das Ausmaß der Polarisierung in der Bevölkerung widerspiegelt – 707.045 Oberschlesier (59,4 Prozent) für Deutschland und 479.232 (40,6 Prozent) für Polen.

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Plakat zur Volksabstimmung durch den sogenannten Versailler Vertrag

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Die Bedeutung dieses, trotz widriger Bedingungen und massiver polnischer Propaganda, für Deutschland unerwartet positiven Votums wurde durch die Tatsache noch erhöht, dass das Abstimmungsgebiet nur denjenigen Teil Oberschlesiens darstellte, in dem bei Volkszählungen ein hoher Anteil slawischsprachiger Bevölkerung ermittelt worden war. So umfasste das Abstimmungsgebiet zusätzlich einen kleinen Teil des niederschlesischen Landkreises Namslau; dagegen blieben die Landkreise Falkenberg O.S., Grottkau, Neisse und der Westteil des Landkreises Neustadt O.S., die weiterhin dem Deutschen Reich angehörten, sowie der bereits 1920 an die Tschechoslowakei abgetretene Südteil des Kreises Ratibor, das Hultschiner Ländchen, von der Abstimmung ausgeschlossen. Das Ergebnis ließ folglich den Rückschluss zu, dass auch viele, die in Volkszählungen Polnisch als Muttersprache angegeben hatten, für Deutschland gestimmt hatten.

Aufgrund der angespannten Situation in Oberschlesien sowie zwischen deutschem und polnischem Staat trug das Ergebnis zunächst mehr zur Verschärfung der Fronten als zur Klärung der Lage bei. Auf deutscher Seite wurde es als „Rettung Oberschlesiens“ gefeiert; nur wenige Stimmen wiesen schon im Vorhinein darauf hin, daß selbst

„wenn die […] Abstimmung eine gewaltige Mehrheit für Deutschland ergeben sollte, noch immer ein Teil Oberschlesiens den Polen zugesprochen werden könnte“.

Von polnischer Seite her kam es als Reaktion auf das als ungünstig erachtete Abstimmungsergebnis und auf den englisch-italienischen Teilungsvorschlag hin im Mai zum dritten Aufstand in Oberschlesien und damit zur militärischen Eroberung derjenigen Gebietsteile, die einen hohen Stimmenanteil für Polen aufzuweisen hatten.

Nach der Volksabstimmung waren von der Interallierten Kommission verschiedene Teilungspläne erarbeitet worden. Während diejenigen englischer und italienischer Vertreter nur verhältnismäßig geringe Gebietsabtretungen, außerhalb des Industriereviers, vorsahen, wollten französische Pläne durch die Zuteilung der wirtschaftlich bedeutenden Gebiete an Polen die deutsche Volkswirtschaft schwächen. Die Städte und Industrieorte Königshütte, Kattowitz, Myslowitz, Schwientochlowitz, Laurahütte, Siemianowitz, Bismarckhütte, Lipine, Friedenshütte und Ruda wurden polnisch. Bilder der Grenzziehungen unter Tage und durch Industriekomplexe oder Siedlungen wurden zum Symbol der von deutscher Seite zumeist als ungerecht betrachteten Teilung, die von der deutschen Regierung nie anerkannt wurde.

Nachkriegszeit

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Oberschlesien 1945 von der Roten Armee erobert und kam bis auf das Hultschiner Ländchen, welches wieder zur Tschechoslowakei kam, unter polnische Verwaltung.

Anders als beispielsweise in Niederschlesien, wo rund 90 Prozent der ehemaligen deutschen Bevölkerung vor und nach Ende des Krieges vertrieben wurden, blieben annähernd 60 Prozent der deutschen Bewohner in Oberschlesien, lange nachdem die letzten Flüchtlingstrecks die vorübergehende Oder-Neisse-Linie passierten, dauerhaft dort wohnen. Viele von ihnen waren Ingenieure, Fach- und Bergarbeiter. Für die Volksrepublik Polen, die sich im Aufbau befand, waren sie geradezu unverzichtbar, um die brachliegenden Industrieanlagen rund um Kattowitz mit ihren reichhaltigen Steinkohle- und Eisenerzvorkommen wieder in Schwung zu bringen.

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Flüchtlinge aus Oberschlesien

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Wer einen mehr oder weniger streng gehandhabten polnischen Sprachtest bestand und als „autochthon“ eingestuft wurde, erhielt ein Bleiberecht. Auch Oberschlesier, die als (allein) deutschsprachig eingestuft wurden, erhielten ein Bleiberecht, wenn sie in wichtigen Industrien arbeiteten. Schließlich wurden von der oberschlesischen Bevölkerung etwa 40% und nicht, wie in Niederschlesien, mehr als 90%, vertrieben. Insbesondere um Oppeln und Kattowitz blieb daher bis heute eine deutsche Minderheit zurück, die weder vertrieben wurde noch aussiedelte.

Die zurückgebliebenen gut 700.000 Oberschlesier waren in der Folge vielfach Repressalien ausgesetzt. So bestritt die polnische Regierung über Jahrzehnte die Existenz der Deutschen in Oberschlesien. Deutsch zu sprechen stand unter Strafe, alles Deutsche wie etwa Inschriften wurden von den Polen systematisch entfernt. Der polnische Staat machte es sich zum Ziel die Oberschlesier zu polonisieren. So wurde der Gebrauch der deutschen Sprache sowohl im öffentlichen Leben, in Kirchen und Schulen, als auch im Privatleben verboten.

Um den Kontakt mit der deutschen Sprache zu vermeiden, wurde in sämtlichen oberschlesisch bewohnten Gegenden deutsch auch nicht als Fremdsprache unterrichtet. Die Ausübung der deutschen Sprache konnte also nur heimlich, unter der Angst erwischt zu werden, ausgeübt werden. Deutsch war mit einem Mal verboten und Nichteinhaltung wurde mit einem Jahr Gefängnis „bestraft“. Trotz der zunehmenden Repressalien zogen Familien eine Flucht nach Westdeutschland zunächst nicht in Erwägung.

Bereits 1952 vermeldete die polnische Regierung, es gebe im von Polen verwalteten Gebiet nun keine Deutschen mehr. Zu diesem Zeitpunkt war eine systematische Welle der „Entdeutschung“ in Oberschlesien bereits in vollem Gange. Neben dem Verbot Deutsch zu sprechen, wurden nach und nach sämtliche Spuren der mehr als 800-jährigen deutschen Vergangenheit aus dem öffentlichen Raum getilgt. Inschriften auf deutschen Grabmälern, Marienbildnissen, Kirchen und Denkmälern verschwanden, ebenso wie deutsche Straßen-, Städte- und Ortsnamen. Selbst deutsche Vor- und Nachnamen blieben von der Polonisierung nicht verschont. Sie erhielten zumeist slawisch klingende Endungen.

Durch die lange Zeitspanne hatten eine bis drei Generationen nicht die Möglichkeit die Muttersprache ihrer Vorfahren zu erlernen. Auch der Gebrauch des polnisch-schlesischen Dialekts, der viele deutschstämmige Wörter enthielt, wurde ungern gesehen. Erst 1988, nach 43 Jahren des Verbots, wurde erstmals wieder eine deutsche Messe in Oberschlesien auf dem Annaberg abgehalten, jedoch noch illegal. Die Deutschen im polnisch besetzten Gebiet wurden jahrzehntelang unterdrückt und erst 1991 anerkannt. Es stellten einzelne Gemeinden erstmals zweisprachige Ortsschilder auf. Die Schilder mussten mittlerweile wieder entfernt werden, da die Polen wenig Verständnis für die Hinweise auf die deutschen Wurzeln des Landes haben.

Erst mit dem sogenannten Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrag vom 17. Juni 1991 erhielt die überwiegend in Oberschlesien ansässige deutsche Minderheit in Polen offiziell ihre vollen Rechte als nationale Minderheit nach dem KSZE-Standard. Vertreten wird sie durch den im August 1991 gegründeten „Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen“ mit Sitz in Oppeln.

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Quelle: Metapedia

4 thoughts on “Ostoberschlesien fällt am 17. Juni 1922 durch das Versailler Diktat an den Raubstaat Polen

  1. Erinnerungen an Abstimmungen zum Verbleib im Reich und zu Kriegstreiber: http://www.heise.de/tp/artikel/45/45238/1.html! Die Völkerschlacht vergessend, es trafen sich in Russland bei Putin allerhand viele Länder und deren Präsidenten!
    Und als Nachkriegskind kann ich mich nur wundern, wie wenig Volk wir noch haben! Meinen Vorfahren und der Wehrmacht jedoch Hut ab und ein Dank, die Menschenrechtler aller Nationen werden es dann wohl richten müssen, in Nürnberg 2.0!

    Meine Frage, gibt es außer den Weißbüchern zur Geschichte Polens und seiner Rolle und auch in unglaublichkeiten.com, und hier aufgezeigten Tatsachen noch andere Begebenheiten erklärt, wie zu deren Ansprüchen und Geschichte derer Familien unter Adel und Geschlecht zu German? Meinte ich doch, sie hätten gegen Türken, Osmanische Reich auch mit gekämpft, vor rund 500 Jahrn und auch gegen Napoleon! Glück, Auf, meine Heimat!

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