Die einzige Feindfahrt der „Bismarck“ am 18. Mai 1941

German-Battleship-Bismarck
Die „Bismarck“

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Die Bismarck gilt wohl für alle Zeiten als das legendärste Schlachtschiff der Geschichte. Das Schiff war zum Zeitpunkt des Unterganges im Mai 1941 das mit modernster Technik ausgerüstete, schönste und schlagkräftigste Schlachtschiff seiner Zeit.

Stapellauf

Die Bismarck wurde am 24. August 1940 in Dienst gestellt und unternahm danach in der Ostsee über acht Monate ausgiebige Testfahrten, davon viermonatige Ausbildung bevor sie im Atlantik zum Einsatz kam.

Einsatz

Bismarck - Schiff, Farbe.jpg
Bismarck

Die Bismarck erhielt den Befehl, im Rahmen des Unternehmens „Rheinübung“ in den Atlantik durchzubrechen. Am 18. Mai 1941 verließ sie zusammen mit dem schweren Kreuzer Prinz Eugen und elf Handelsschiffen den Hafen von Gotenhafen und steuerte nordwärts durch das Kattegatt. Diese einzige Feindfahrt dauerte acht Tage. An Bord war auch Admiral Günther Lütjens.

Bei einem Seegefecht im Nordatlantik wurde das englische Schlachtschiff Hood durch die Bismarck versenkt. Korvettenkapitän Dollmann, der Zweite Artillerieoffizier der „Bismarck“ wurde mit dem Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz ausgezeichnet; Fregattenkapitän Schwarz wurde das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz verliehen; Kapitän Ernst Lindemann erhielt das Eichenlaub mit Schwertern und Brillianten zum Ritterkreuz.

Bundesarchiv DVM 10 Bild-23-63-41, Schlachtschiff 'Bismarck'.jpgDie Bismarck wurde von vom Trägerflugzeug Victorious mit neun Flugzeugen, Modell Swordfish mit Torpedos angegriffen, die Schäden beeinträchtigten jedoch die Kampfkraft nicht. Es war das erste Mal, dass von einem Trägerflugzeug ein deutsches Schlachtschiff angegriffen wurde und der letzte verzweifelte Versuch, die unglaubliche Fahrtleistung der Bismarck zu beschneiden.

Bei einem erneuten Angriff einige Tage später erhielt die Bismarck einen Torpedotreffer am Ruder und war daraufhin steuerungsunfähig. Deshalb konnte sie durch die englischen Verfolger Suffolk, Rodney, King George V., Sorsetshire sowie allen Flugzeugen der Ark Royal gestellt werden. Sämtliche deutschen U-Boote der Region erhielten Einsatzbefehl, kamen jedoch zu spät zum Kampfplatz, der auch knapp außerhalb der Reichweite der Luftwaffe lag.

Untergang

Letztendlich sank die Bismarck aber durch die Sprengung der Seewasserventile durch Kapitänleutnant Gerhard Junack, nachdem sämtliche Munition verschossen war. Über 2.000 deutsche Marineangehörige ertranken. Überlebende der Bismarck haben seit jeher behauptet, dass sie das Schiff selbst versenkt hätten, um zu verhindern, dass es in feindliche Hände fiel, wobei sie deutscher Marinetradition folgten. Demnach sollen Sprengladungen an Fluttoren sowie an anderen Schwachstellen nahe dem Schiffskiel angebracht worden sein. Den deutschen Überlebenden zufolge sank das Schiff etwa 30 Minuten nach Zündung dieser Sprengladungen, die somit der eigentliche Grund für den Untergang der Bismarck sein.

Schiffsdaten
Bauwerft: Blohm & Voss in Hamburg
Besatzung: 2221 Mann
Technische Daten
Wasserverdrängung: 41.700 ts, max. 50.900 ts
Länge: 248 m
Breite: 36 m
Tiefgang: 8,7 m, max. 10,2 m
Höchstgeschwindigkeit: 30,1 kn = 55,6 km/h
Bewaffnung
Schwere Artillerie: 4 Türme mit je zwei 38cm-Geschützen
Mittlere Artillerie: 12 15cm-Geschütze
Flak: 16x 10,5cm; 16x 3,7cm; 12x 2cm Geschütze
Bordflugzeuge: 4-6

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Zeitungsmeldung vom Stapellauf

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Zeitungsmeldung vom Stapellauf in der Freiburger Zeitung

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Datei:Bundesarchiv DVM 10 Bild-23-63-41, Schlachtschiff 'Bismarck'.jpg

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Unsere „Bismarck“!

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Bilder von unserer „Bismarck“

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Dokumentation
Das letzte Gefecht der Bismarck (5 Teile)

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Quelle: Metapedia

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