Der Westfeldzug 1940

Der Westfeldzug begann am 10. Mai 1940 um 5.35 Uhr mit Aktionen des Luftlandekorps (Heeresgruppe B) unter seinem Kommandierenden General Kurt Student. Mit dem Unternehmen „Sichelschnitt“ begann der Durchmarsch deutscher Verbände (Fall Gelb) mit insgesamt sieben Armeen durch die angeblich neutralen Staaten NiederlandeBelgien und Luxemburg. Neben Fort Eben-Emael (Teil der Grenzbefestigungen der Belgier am Albert-Kanal) griffen sie vor allem Brücken und Flugplätze in der Tiefe des Raumes an und besetzten sie. Der rasche Zugriff sollte zumindest in Holland ein Eingreifen der Alliierten unterbinden und die Verteidigungskräfte aufsplittern. Die Inbesitznahme der Ziele gelang fast überall, oft aber unter schweren Verlusten. Zahlreiche strategisch wichtige Brücken in Belgien und den Niederlanden konnten durch Kommandoeinsätze kleiner Trupps während des Unternehmens „Morgenröte“ kurz vor Beginn des Überraschungsangriffs (in der Nacht zum 10. Mai) bis zum Eintreffen regulärer deutscher Bodentruppen gesichert werden.

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Vorgeschichte

Belgien hatte durch zuvor erfolgte Geheimabsprachen mit dem Gegner seine Neutralitätsverpflichtungen Deutschland gegenüber verletzt. Ziel dieser Absprachen war es, den Gegner im Zuge des französischen Dyle-Planes durch Belgien in Richtung Deutschland vorstoßen zu lassen. Die nachfolgende deutsche Besetzung war demzufolge nur folgerichtig und logisch. Durch den Venlo-Zwischenfall wurde bewiesen, dass die Niederlande ihre angebliche Neutralität ebenso keinesfalls wahren würden und von daher ebenfalls als Feinde Deutschlands anzusehen waren.

Zur Wiederherstellung und Sicherung der Neutralität Belgiens und Hollands wurde eine Abtrennung der französischen Invasionstruppen notwendig, da diese Länder entgegen ihrer angeblichen Neutralität als Aufmarschgebiet gegen Deutschland eingeplant waren. Die Neutralität Hollands und Belgiens konnte durch den sogenannten Sichelschnitt den gesamten Krieg über gewahrt werden.

Der Kampf

136 deutsche standen gegen rund 137 alliierte Divisionen. Bereits an diesem Tag wurde die für uneinnehmbar gehaltene belgische Festung Eben-Emael durch deutsche Fallschirmjäger der Sturm-Abteilung „Koch“ eingenommen. Am 14. Mai überschritt General Guderian mit seiner Panzergruppe die Maas. Die Royal Air Force versuchte, die deutschen Pionierbrücken über dem Fluss zu zerstören, verlor dabei aber einen Großteil der Flugzeuge. Erst am 17. Mai trat die französische 4. Panzerdivision unter Charles de Gaulle zu einem Gegenangriff auf Montcornet an, der aber wegen starker Attacken deutscher Sturzkampfbomber abgebrochen werden musste. Am 17. Mai wurde Brüssel kampflos eingenommen.

Das belgische Dorf Brûly-de-Pesche beim Führerhauptquartier Wolfsschlucht, von wo aus der Führer die Operation leitete

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Die Niederländer wurden in kürzester Zeit geschlagen. Bedingt durch den Venlo-Zwischenfall hatte das Land zuvor aufgrund der Zusammenarbeit mit dem feindlichen englischen Geheimdienst seinen angeblichen Neutralitätskurs bereits verlassen. Eine Besetzung dieses Landes im Kriegszustand war von daher nachvollziehbar. Die Kapitulation der niederländischen Truppen wurde nach der Bombardierung Rotterdams am 14. Mai eingeleitet. Einen Tag später kapitulierten die niederländischen Truppen, und die Regierung sowie Königin Wilhelmina flohen nach London ins Exil. Als Reichskommissar für die Niederlande wurde Arthur Seyß-Inquart eingesetzt.

Am 19. Mai erreichte die deutsche 6. Armee den Fluss Schelde und stieß bis Abbeville vor. Der Vormarsch in diese Gebiete erfolgte so schnell, dass die britischen und französischen Einheiten bei Dünkirchen eingekesselt wurden.

Am 27. Mai begann die Operation Dynamo, die mit der Evakuierung von über 338.000 alliierten Soldaten, davon 110.000 Franzosen am 4. Juni 1940 abgeschlossen wurde. Die Panzerstreitkräfte der Heeresgruppe A setzten an diesem Tag den Angriff fort, nachdem Generaloberst von Rundstedt am 24. Mai einen von Adolf Hitler bestätigten Haltebefehl erteilt hatte. Die Gründe für diesen Anhaltbefehl waren eventuell die weitere Hoffnung Adolf Hitlers auf einen endgültigen Friedensschluss mit England und Frankreich, die Deutschland den Krieg erklärt hatten, ohne dass irgendwelche deutsche Aggressionen gegen diese Staaten dafür als Begründung hätten herhalten können.

Am 4. Juni wurde die anglo-französische Flucht, an der etwa 900 Seefahrzeuge teilnahmen, abgeschlossen. Fast das gesamte britische Expeditionskorps konnte evakuiert werden. Aus heutiger Sicht stellte der Haltebefehl, der die Evakuierung in diesem Maße ermöglichte, jedoch einen schweren taktischen Fehler dar. Die Fähigkeit, den Krieg fortzusetzen, wäre durch den Verlust der britischen Expeditionsarmee für England deutlich schwieriger, nahezu unmöglich geworden, da neben der großen Soldatenanzahl auch fast die gesamte Masse des alliierten und somit kriegswichtigen Materials in die Hände Deutschlands gefallen wäre. Adolf Hitler wollte durch dieses Zugeständnis die Engländer womöglich zu einem Friedensschluss bewegen.

Als sich die Briten zurückzogen, bereitete sich Frankreich auf die Verteidigung vor. Fall Rot, so der deutsche Deckname für die zweite Offensive in Frankreich, begann am 5. Juni mit einer deutschen Offensive an der Aisne und der Somme. Am 9. Juni überschritten Soldaten der 6. Infanteriedivision die Seine. Mussolini beschloss, am 11. Juni in den Krieg gegen die britisch-französische Allianz einzutreten.

Am 14. Juni besetzten Teile der 18. Armee die französische Hauptstadt Paris. Um die Stadt nicht zum Kriegsschauplatz werden zu lassen, war sie zuvor von den Franzosen geräumt worden. Gleichzeitig durchbrach die Heeresgruppe C die Maginot-Linie und die symbolträchtige Festung Verdun konnte ebenfalls eingenommen werden.

Der Westfeldzug 1940

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Der Sieg

Am 17. Juni erklärte Philippe Pétain, Ministerpräsident der neu gebildeten französischen Regierung, die Niederlage Frankreichs.

„Das Unglaubliche war geschehen. Deutschland hatte den Krieg in Europa gewonnen − etwas, von dem der CFR gesagt hatte, daß es niemals zugelassen werden dürfe.“

Am 21. Juni wurden die französischen Unterhändler im Wald von Compiègne von Adolf Hitler empfangen. Zur Unterzeichnung der vergleichsweise maßvollen Waffenstillstandsbedingungen kam es gegen Abend des 22. Juni 1940. Der deutsch-französische Waffenstillstand trat erst am 25. Juni um 01.35 Uhr in Kraft. Damit die französische Flotte nicht in deutsche Hände fiel, nahmen die Briten am 3. Juli den algerischen Hafen Mers-el-Kébir unter Beschuss und versenkten die Flotte ihres eigenen Verbündeten in der Operation Catapult.

Nur sechs Wochen und drei Tage hatte der Blitzkrieg im Westen gedauert. Er forderte das Leben von über 135.000 alliierten und etwa 46.000 deutschen Soldaten. Die Schweiz konnte bis dahin ihre Unabhängigkeit wahren. Ab 1944 kam es jedoch dann auch zu angloamerikanischen Terrorangriffen auf Schweizer Städte.

Frankreich wurde in zwei Zonen geteilt: Der Norden und der Westen Frankreichs waren von der Wehrmacht besetzt. Hier befanden sich wichtige Flugfelder und Marinebasen für die Verteidigung gegen Großbritannien. Die Häfen am Atlantik, insbesondere Brest, wurden die wichtigsten Operationsbasen der deutschen U-Boote. Der östliche und südliche Teil Frankreichs blieb unter französischer Kontrolle, und Philippe Pétain wurde von der französischen Nationalversammlung zur Regierungsbildung beauftragt. Er regierte von Vichy aus den Rest Frankreichs, der seine politische Autonomie vollständig behielt und auch von den Alliierten anerkannt wurde (Marschall Pétain wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Kollaborateur zum Tode verurteilt, dann aber noch begnadigt).

General Charles de Gaulle (1890–1970) floh ins Exil nach London, wo er sich ohne rechtliche Grundlage zum „Führer des freien Frankreichs“ ausrief und die Stabilität des französischen Staates vor allem in den Kolonien unterminierte.

Am 22. Juli 1940 übermittelte der englische Botschafter Lord Lothian aus Washington, Deutschland habe „überaus befriedigende“ Friedensbedingungen übermittelt. Der englische Außenminister Halifax lehnte das deutsche Angebot auf Anweisung Churchills ab. Hugh Dalton, der Minister für ökonomische Kriegsführung, notierte in Churchills Auftrag, Europa in Brand zu stecken.

„Setzen Sie Europa in Brand!“ 

befahl Churchill.

Die französische Delegation der Kapitulation in Compiegne

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Deutsche Besatzung Frankreichs

Eine sexuelle Revolution

Die deutschen Besatzungssoldaten waren besonders bei den Frauen in Frankreich beliebt, was zu einer regelrechten sexuellen Befreiung im prüden, katholischen Frankreich führte, behauptet der französische Autor Patrick Buisson in seinem Buch „Erotische Jahre“.

Mehr als 200.000 Kinder, schätzt der Historiker Fabrice Vergili, wurden während der vier Jahre der deutschen Besatzung in Frankreich von deutschen Soldaten mit französischen Frauen gezeugt. Wie die norwegischen Tyskerbarna erlitten auch diese sogenannten Fils de boche nach Kriegsende oft ein tragisches Schicksal. Die Väter waren gefallen, in Gefangenschaft geraten oder – zu ihren längst bestehenden Familien – nach Deutschland zurückgekehrt und die Mütter waren in Frankreich dem Hass der schlechten Sieger ausgesetzt. Wegen „horizontaler Kollaboration“ schor man fast 20.000 französischen Frauen, die sich mit den deutschen Besatzern eingelassen hatten, die Haare und jagte sie als „Nazi-Huren“ geteert und gefedert durch die Dorfstraßen oder erhängte sie einfach.

Niemals waren wir so frei, wie unter deutscher Besatzung.“

– Jean-Paul Sartre –

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Zufriedene Menschen

Als der Chef des britischen Generalstabs, Sir Alan Brooke, am 12. Juni in die Normandie reiste, um mit Eisenhower zusammenzutreffen, stellte er verwundert fest, dass die Franzosen unter der deutschen Besatzung nicht nur kaum gelitten, sondern ziemlich zufrieden waren: 

„Ich war überrascht, wie wenig das Land unter der deutschen Besatzung und fünf Jahren Krieg gelitten hatte. Die französische Bevölkerung scheint in keiner Weise erfreut zu sein, daß wir als siegreiche Armee kommen, um Frankreich zu befreien. Sie war vorher ganz zufrieden, und wir bringen Krieg und Zerstörung in ihr Land.“ 

Dementsprechend äußerte der britische Politiker und Publizist Stephen King-Hall im Jahre 1959, er 

„habe damals in der Umgebung von Grenoble mehr Kritik über das Betragen einiger Résistancegruppen gehört als über das Betragen der Deutschen“.

Der Franzose Philippe Gautier, der als Kind die alliierten Luftangriffe auf Caen und Le Havre überlebt hatte, erklärte den Missmut, mit dem die Alliierten empfangen wurden, mit ihrer Zerstörungswut:

„In der zu 90 Prozent zerstörten Stadt Saint-Lo gab es nicht mehr viele Leute, um unseren Befreiern zuzujubeln. Hunderte waren von den Deutschen gerettet worden, die sie in ihrem Bunker aufgenommen hatten. Konnte man von anderen – Toten, Verwundeten, Amputierten – verlangen, daß sie aufstehen und Fähnchen des Union Jack oder kleine Sternenbanner fröh­lich schwenkten? Als die ersten Kanadier in Caen, das unendlich mehr geplagt worden war als Paris, einmarschierten, wurde ihnen von den Franzosen ins Gesicht gespuckt, und in der absichtlich mit Phosphorbomben verbrannten Hafenstadt Le Havre sahen die Briten an den Fen­stern der noch stehenden Häuser Flaggen auf Halbmast, die manch­mal mit einem Trauerflor versehen waren“.

Und Simone de Beauvoir, die den Deutschen eine

„ziemlich spontane Freundlichkeit“ 

bescheinigte, hat sich als Mitglied der „künstlerischen Elite“ zusammen mit ihrem Liebhaber Jean-Paul Sartre während der deutschen Okkupation Frankreichs bestens amüsiert und die Zeit mit nächtelangem Feiern zugebracht.

„Es war erst im Verlauf dieser Nächte, daß ich die wahre Bedeutung des Wortes Party verstanden habe“,

sagte sie später über diese Periode.

Selbst Liliane Schroeder, die als ehemaliges Mitglied der völkerrechtswidrigen Résistance Thesen wie die Patrick Buissons als „beleidigend“ empfindet und meint, etwas besseres zu tun gehabt zu haben, als ihre Zeit wie Beauvoir und Sartre mit berauschenden Feiern zuzubringen, beschreibt ihr Leben als Terroristin während der deutschen Besatzung in ihrem eigenen Buch als „herrliche Zeit“. Besonders als Frau sei sie der Résistance nützlich gewesen, denn

„wenn eine junge Frau und ein Mann in einem Café saßen, dann sah es nicht aus, als würden sie sich verschwören. Sie sahen aus wie Liebhaber.“.

„Wir sind überall dort, wo wir Gebiete besetzen, sehr höflich und sehr anständig zur Zivilbevölkerung, vielleicht manches Mal zu anständig, sehr entgegenkommend.“

– Adolf Hitler in seiner Rede vom 9. November 1941 –

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Quelle: Metapedia

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