Dresden, 13./14.02.1945

Der alte Schwurbler sagt…

Wieder einmal jährt sich die Vernichtung Dresdens durch britische und US-amerikanische Bomberverbände. Und wie jedes Jahr spucken bundesdeutsche Qualitätsmedien Gift und Galle gegen jeden, der sich erlaubt eine eigene Sichtweise zu den damaligen Ereignissen zu haben.

Nun ja, sollen sie… Ich rege mich darüber nicht auf. Das hieße, sich auf deren erbärmlich niedriges Niveau herabzulassen.

Da erzähle ich lieber eine kleine Geschichte von meiner Oma. So wie viele andere wurde sie aus Schlesien vertrieben. Ein paar Minuten mußten genügen um einige Habseligkeiten und ihre acht Kinder aus dem kleinen Bauernhof zu schaffen. Danach begann der Weg ins Ungewisse. Bei Schnee und Sturm und Kälte.

Oft hat sie davon erzählt und alljährlich zu dieser Zeit durchlebte sie im Traum das Grauen erneut. Sie berichtete von den zahllosen Leichen die den Weg säumten.

Irgendwann konnten sie die Flucht mit dem Zug fortsetzen. Die Fahrt endete am späten Nachmittag des 13.Februar 1945 kurz vor Dresden. Die Bahnhöfe der Stadt waren durch die Flüchtlingsströme hoffnungslos überfüllt und kein Zug konnte mehr einfahren. So standen sie auf offenem Feld, einige Kilometer von Dresden entfernt.

In der Nacht gab es Fliegeralarm. Der Zugführer reagierte prompt und steuerte den Zug in ein nahegelegenes Tunnel. Kurz darauf brach über Dresden die Hölle los…

Dresden

Irgendwie hat sie es geschafft ihre acht Kinder durch Dresden und danach weiter in den Bayrischen Wald zu bringen. Kurz nach der Ankunft dort, verstarb ihr jüngstes Kind an den Folgen der Flucht.

Meine Oma kam buchstäblich mit Nichts nach Bayern. Was sie hatte waren sieben hungrige Mäuler – und sie hat sie alle durchgebracht und großgezogen. Sie hat sich aus dem Nichts ein neues Leben aufgebaut, ohne zu jammern. Dafür war keine Zeit. Anpacken und aufbauen und überleben, darum ging es damals.Unsere Vorfahren haben diese Aufgabe mit Bravour gemeistert und zum Dank dafür werden sie heute von genau denen, die dank ihnen in Wohlstand und Luxus aufgewachsen sind, verhöhnt, verspottet und in den Dreck gezogen.

Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen…

Geliehen von: http://deralteschwurblersagt.wordpress.com/2013/02/12/dresden-13-14-02-1945/

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One thought on “Dresden, 13./14.02.1945

  1. Hallo Leute,

    vielen Dank im Übrigen für diese tolle Seite!

    Auch ich kann mich noch gut an die Erzählungen meiner Uroma erinnern. Zu Zeiten der Bombadierung im Rheintal, bis zum späteren Zeitpunkt als die Franzosen unser Land besetzten, dazwischen noch das Rheinwiesenlager bei Rheingönnheim.

    Ich selbst bin aus der Gegend der Hambacher Revolution, später auch Hambacher Feste genannt, merke wie die Gesellschaft sich gegen mich stämmt und mich täglich versucht zum Schweigen zu bringen. Von der Justiz vergewaltigt und meiner Herkunft beraubt, musste ich mich zersiedeln lassen. Ein Eintritt in meine Heimat wird mir verwehrt. Sei es um meinen Ruf oder sei es durch finanzielle Mittel. Von Obdachlosigkeit gebeutelt, von Arbeitslosigkeit meiner Existenz beraubt. Trotzdem habe ich die Tugenden der Landser in meinem Blut erhalten und scheue mich nicht dieses auch Offenkundig in die Welt hinaus zu sprechen.

    Eine immens große Anzahl an Deutschlandfeinde macht sich breit, aber ich bleibe dennoch standhaft. Auch ich habe nun in der Zeit der nächsten Revolution Freunde mit ähnlichem Schicksal gefunden. Dort unter meines Gleichen geniesse ich einen guten Ruf und fühle mich zugehörig!

    Deutsche Freunde. Deutsches Vaterland!

    Hört mich!

    Es gibt Hoffnung, durch Kampf. von den Kirchtürmen pfeifen die Spatzen und gurren die Tauben, dass das Elend bald ein Ende haben wird. Ob wir dabei sterben oder leben, hängt vom Kampfeseifer ab!

    Ich hoffe ich werde nun als deutschstämmiger Deutscher angenommen. ich denke ich werde in Zukunft mehr von mir lesen lassen!

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